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2. Trekkingtag, „Von
Phakding (2610m) nach Namche Bazar (3440m)" |
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Um 8.15 Uhr brechen
wir auf, fröstelnd in Schattenzonen, angenehm gewärmt auf der anderen
Flussseite, wohin die Sonne schon dringt. Dorthin wechselten wir über eine
weitere Hängebrücke, sicher fünfzig Meter weit gespannt. Doch diese ist
ziemlich neu und wird von armdicken Stahlseilen sicher gehalten. Seitliche
Führungsseile, zu denen quergespannte Drähte führen, stabilisieren den Aufbau
horizontal und lassen nur leichtes Auf- und Abwippen zu. Fast bin ich
enttäuscht, weil ich alte, wackelige, vom Verfall fast unpassierbar gemachte
Stege erwartete, die zu passieren Mut erfordert und ein Extraabenteuer
einbringt. An diesem Tag werden noch mehrere dieser Konstruktionen folgen, nur
leicht schwankend aber immer zum Fotografieren einladend. |
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| Neugier blickt uns entgegen | |
Heute
ist die Scheu schon geringer, im Vorgehen erst einen intensiven Einblick und
anschließend eventuell auch ein Foto vom Leben der Menschen am Wegesrand zu
ergattern. Vornehmlich Kinder lösen schon ein wenig Entzücken aus, wenngleich
sie meist reichlich dreckig und rotznäsig anzutreffen sind. Tej verordnet uns
immer wieder eine „Trinkenpause“, gerne angenommen, da Eile keinen treibt und
die Temperatur merklich nach oben klettert. Zur Mittagspause steuert die Gruppe
wieder eine Lodge an und das bedeutet heute und an den Folgetagen jeweils eine
mehr als einstündige Pause. Erst Tage später wird mir klar, dass jedes Essen
frisch zubereitet wird und das dauert eben seine Zeit. |
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Nur
wenige Minuten nach der Mittagsrast hält uns der Eingang in den „Sagarmatha
National Park“ auf. Sagarmatha ist der Name, den die Nepalesen dem Mount
Everest geben. Tej regelt den Zutritt und verschwindet zu diesem Zweck im Haus.
Wir nehmen derweil eine Auszeit („Trinkenpause“) und so habe ich Zeit die
bewaffneten Soldaten zu betrachten, die hier irgendetwas bewachen. Die Frage
Mehrmals wurde sie uns angekündigt und dann sehen wir sie endlich,
die kühn zwischen zwei Felsvorsprüngen gespannte und von Sir Edmund Hillary
errichtete „Hillary Bridge“ (in der Karte als Larja Bridge eingezeichnet).
Wer das ist dieser „Sir Edmund Hillary"? - Oh unwissender
Flachländer! Er war der erste Mensch, der zusammen mit dem Sherpa „Tenzing
Norgay“, den Sagarmatha, 1953 bestiegen hat. Sir Edmund Hillary gründete in der
Folgezeit etliche Stiftungen zugunsten des Sherpa-Volkes, ließ Schulen und
Krankenhäuser bauen und genießt deshalb allergrößtes Ansehen bei den hiesigen
Menschen ... | |||
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Mit
Überschreitung der Hillary-Brücke beginnt der schweißtreibende
600-Meter-Aufstieg nach Namche Bazar, dem Tagesziel. Hilfestellung gibt der
starke und kalte Wind, er macht das Ganze erträglich und viel schneller und
müheloser als erwartet, sehen wir dann die ersten Häuser des berühmtesten
nepalesischen Bergsteigerortes vor uns. Nach Überschreitung einer Bergkuppe
bietet sich ein fantastischer Blick auf die bunten Dächer des im Halbrund einer
steilen Bergformation liegenden Ortes. 3400 Meter hoch befinden wir uns nun und
doch vermittelt dieses Dorf irgendwie den Eindruck von Zivilisation. Vorbei an
Hermann´s deutscher Bäckerei (!!!), durch die engen, mit Souvenirständen
vollgepfropften Gassen Namches, erreicht die Gruppe einigermaßen erschöpft die
Khumbu-Lodge. Hier werden wir zwei Nächte bleiben, mit einem Ruhetag also, um
die Akklimatisation zu fördern. |
| Namche Bazar - seine Hausdächer künden von bunter Vielfalt ... | ![]() |
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Akklimatisation!
Der Körper braucht Zeit, um sich auf die Höhe einzustellen und so der
gefürchteten Höhenkrankheit (High Altitude Sickness, HAS) vorzubeugen. Wo
akklimatisiert es sich besser als in einer Bäckerei mit leckeren Donuts,
„Apple-Strudel“, Chocolate Rolls und ähnlichen Genüssen? Schnell einrichten im
Zimmer und dann ab in die Bakery. Nicht Herman´s deutsche, soweit kommen wir
gar nicht, gleich um die Ecke ist auch eine... |
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